stereogramm visitenkarten

Bestimmt hattest Du schonmal ein Wackelbild in der Hand und fandest das total toll. Anfang des 20. Jahrhunderts erlebte die Stereoskopie mit der Entwicklung photografischer Verfahren einen regelrechten Boom und entwickelt sich seitdem weiter. Mit 3D-Brillen kann man sogar bewegte stereoskopische Bilder betrachten – inzwischen ist 3D sogar ein neuer Standard für DVDs.
Für Lentikularbilder braucht man dagegen keine Brille, da der 3D- oder Bewegungseffekt durch die Materialoberfläche – ein Prisma – erschaffen wird. Ende den 80ern gabs dann irgendwann Dino-Wackelbild-Lineale in der Mickey-Maus und Mitte der 9oer wurden von  W&LT (wild and lethal trash) sogar T-Shirts mit Wackelbild entworfen. Wer letztes Jahr auf dem JuicyBeats-Festival in Dortmund war und die Werbung des Konzerthauses in den Händen hielt, hat sie gesehen: Nun gibts auch Wackelbild-Visitenkarten!
Im Gegensatz zu früheren Wackelbildern die maximal 2 Frames (Bilder) mittels dreickigem Prisma darstellen konnten, können die Lentikular-Visitenkarten von Supermotion bis zu 30 Frames mit einem runden Prisma darstellen. Da sind also fast schon kleine Videos möglich! Die perfekte Werbung für alle, die mit Visuals zu tun haben oder mehr zeigen wollen, als auf eine herkömmliche Visitenkarte passt. Allerdings sind die Teile nicht ganz billig :)

individualisierung?

In Zeiten von Massenproduktion und des Massenkonsum kommt man sich doch manchmal vor wie in einem Ameisenstaat. Während man früher (relativ) maßgeschneiderte Kleidung wie Schuhe vom örtlichen Schuhmacher trug oder sich eine Kutsche hat anfertigen lassen (hehe), kauft man heute Nike/Adidas Schuhe (zusammen ca. 65 bis 70% Marktanteil an Sportschuhen) die irgendwo in der Welt unter teilweise fragwürdigen Bedingungen in irgendwelchen Fabriken (YueYuan) produziert werden oder irgendein anderes Produkt vom Fließband. Guckt man sich dann mal in der Realität um, tragen alle AirForce Ones oder Superstars, VW ist weit verbreitet und die Firmen kupfern sich auch noch gegenseitig die Konzepte ab; man denke nur an die inzwischen wieder aus der Mode kommenden SUVs. Längst haben führende Schuhersteller das Problem erkannt und bieten auf ihren Webportalen an, Schuhe nach eigenen Vorstellungen zu individualisieren (-> NikeID, Puma Mongolian BBQ, miAdidas).
Das Problem mit der unpersönlichen Massenware betrifft nicht nur die Kleidung, sondern jegliche Gebrauchs-Geräteschaften. Waren Laptops/PCs schon immer irgendwie häßlich und wirkten vom Material her billig, ist Apple vor längerer Zeit in die Bresche gesprungen und hat Laptops und iMacs in bunten Farben oder mit Klavierlak angeboten, jetzt gibts die Teile aus einem Stück Alu.. ist aber immernoch Massenware.

Richtig “individuell” gestalten (zumindest oberflächlich) kann man Multimediageräte, wie Handys und Computer, mit stylischen Designfolien von Tortoise Design. Hier kann man vorgefertigte Motive kaufen oder sogar eigene Motive er- und bestellen, was natürlich viel toller ist :)


human tetris

ViiMax Konsole

Stell Dir mal vor, die grossen Marken haben gar keine eigenen Fabriken. Die Produkte die erfunden werden werden erst zu Kultobjekten indem sie einen Namen wie “Apple”, “Nike” oder “Nokia” bekommen. Replika profitieren davon.. Wie auch immer. Der asiatische Hersteller SiaTronics baut das Subnotebook “Archos 10″. SiaTronics bieten in ihrem Webshop auch Displays mit im Sockel integriertem Computer (erinnert keineswegs an frühere iMacs), iPhones ohne Simlock und die Vii an. Die Vii???

Scheinbar hat SiaTronics Sinn für Humor. Ob das nun an Produktpiraterie grenzt oder Satire ist (man bezeichnet sowas auch als ‘rip-off’), die “SIA ViiMax” gesellt sich in eine Reihe von Konsolenklonen wie C-64 DTV, POP-Station, Wi Vision und Polystation.

Diese 16-Bit “Chintendo”-Konsole verfügt im Gegensatz zur Wii über kein CD-Laufwerk sondern einen Cartridge-Slot (GameBoyAdvance) sowie einen 9-Pin Joypad-Anschluss auf der Vorderseite und über einen GBA-Anschluss auf der Rückseite. Das Gehäuse der Vii ist etwa um die Hälfte kleiner als das der Wii.
Einige Spiele sind auf dem Chip integriert, weitere Spiele sind auf einer beiligenden Cartridge zu finden (z.B.Tennis, Bowling, Omlett machen, Fischen, ‘free-craps’, etc.).
Eine drahtlose 2,4 GHz Bluetooth-Fernbedienung liegt bei. Dieser “Viimote” fehlen die Knöpfe [+] und [-] und der Anschluss für den (Wii-)Nunchuck, sie hat aber wie die Wiimote einen 3-Achsen-Gravitationssensor.
Das Design wirkt insgesamt deutlich verspielter und billiger, hat aber auch einen gewissen (Plastik-) Charme: so ist z.B. auf die Oberseite der ViiMaxBlue-Fernbedienung eine Schaltkreistextur gedruckt.

Die ViiMax ist für 69 Euro (+29€ Versand) in den Farben Pink, Blau oder Weiss über www.siatronics.com zu haben.  Der Hersteller ist nicht SiaTronics sondern KenSingTon. Es gibt einen Sia Youtube-Channel mit weiteren Sia Produkten.

(ViiMax = Vii2/VC-1; Vii1 hier).

ViiBlue

ViiBlue

Die englische Beschreibung kommt etwas holprig daher, hier gibts einen schönen Video-Testbericht:

fliegende roboter..

remotecontrolledpigeon040307

.. gabs vor über 10 Jahren in der einen oder anderen Akte-X-Folge zu sehen, zumindest im Entwicklungsstadium. Der Artikel in der heutigen SZ, Seite 16: “Angriff mit Stubenfliegen”, berichtet mal wieder zum Thema. Inzwischen sind diese Flugroboter nicht mehr mehrere hundert Gramm (wie noch in dieser Spiegel-Fotostrecke aus 2006), sondern nur noch wenige Milligramm schwer. Miniaturisierung ist überall das Schlagwort. Andererseits: Warum komplette Roboter entwickeln, wenn Cyborgs einen besseren Dienst leisten? Während man früher noch Muskeln bzw. Bewegungsabläufe direkt am Aktionsort enerviert hat, kann man inzwischen das Nervensystem biologischer Lebensformen über sehr viel dezentere ins Gehirn integrierte Steuerungen manipulieren. So werden Flipper und seine Seelöwenkollegen auf die Minensuche getrimmt, Haie kontrollieren die die Küsten Amerikas und aus China ferngesteuerte Tauben betreiben Industriespionage. Doch auch bei den Cyborgs gibts den Trend zur Miniaturisierung, denn ferngesteuerte Insekten sind anspruchsloser, einfacher und schneller zu züchten als so komplexe Lebensformen wie Fische und Säugetiere.

Im Netz finden sich dazu sehr schöne Links:

und Videos, z.B.: