Technical Virgin

Mädchen gelten gesellschaftlich bis zu ihrem ersten Geschlechtsverkehr als Jungfrauen. Der erste Geschlechtsverkehr einer Frau wird Defloration („der Blüte berauben“, dt.: Entjungferung) genannt.

Das Intaktsein des Hymens ist – entgegen der landläufigen Meinung – kein sicheres Anzeichen für oder gegen die Jungfräulichkeit, da es beim ersten Geschlechtsverkehr nicht zwangsläufig reißt und es bereits vorher beschädigt worden sein kann. Zudem gibt es Mädchen, bei denen überhaupt kein erkennbarer Hymen angelegt ist.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Jungfrau

Leider sieht das nicht jeder so. In manchen Kulturkreisen kommt die vorzeitige Beschädigung des Jungfernhäutchens einem absoluten Ehr- und Wertverlust gleich, Frauen werden somit scheinbar unverheiratbar.
Tipps, wie man trotzdem Spass haben kann, gibt die Kampagne “Technical Virgin” – die zwar als Spass begonnen hat, jedoch leider etwas unglücklich endete, nämlich dem Rauswurf hier sprechenden Moderatorin bei einem Kindersender, wie man der Website entnehmen kann. http://technicalvirgin.com/

Darüber hinaus gibts auch selbstbewusste Wege, dem Patriarchiat zu entfliehen:

Und hier noch etwas seriösere, ebenfalls amerikanische Sexualerziehung:

Stacy calls herself a technical virgin.
…Stacy is a whore.

http://www.urbandictionary.com/define.php?term=technical%20virgin

Verschwörungstheorie des Monats: Deckname Artischocke

Arte Themenabend
Täter CIA – Ein Geheimdienst und seine Machenschaften – Deckname Artischocke

In den 50er Jahren führte die CIA geheime Experimente zur Gehirnwäsche durch. Den Opfern wurden Drogen verabreicht, sie wurden unter Hypnose gesetzt und gefoltert. Ziel dieser Versuche war es, den menschlichen Willen zu brechen, um z. B. sowjetische Agenten zur Preisgabe von Geheimnissen zu zwingen.

Einige der unter dem Decknamen “Artischocke” durchgeführten Experimente verliefen tödlich. Zu den beteiligten CIA-Wissenschaftlern gehörte Frank Olson. Im November 1953 stürzte er aus dem Fenster eines New Yorker Hotels. Sein Tod wurde als Selbstmord deklariert. Doch als Olsons Sohn nach über 40 Jahren den Leichnam exhumieren und obduzieren ließ, stellte sich heraus, dass sein Vater wahrscheinlich Opfer eines Verbrechens geworden war.

Die Dokumentation folgt den Spuren Olsons, der zunächst mit der Erprobung biologischer Waffen beschäftigt war, darunter Anthrax. Zeugen sprechen erstmals über die Hintergründe der streng geheimen Tätigkeit. Und in Olsons Nachlass finden sich Amateurfilme und Dias, die der Wissenschaftler in seinen letzten Lebensjahren machte und die faszinierende Einblicke in die Welt des US-Geheimdienstes während des Kalten Krieges gewähren.

Ein Verdacht drängt sich auf: Frank Olson war schockiert über die grauenhaften Verhöre der CIA, die größtenteils in Deutschland stattfanden – an Kriegsgefangenen, an Flüchtlingen aus Osteuropa, die man für Spione hielt, und an eigenen Landsleuten.

Nach der Rückkehr von seiner letzten Europareise im August 1953 wollte Olson aussteigen. Das konnte die CIA nicht zulassen. Denn Olson kannte Staatsgeheimnisse auf dem Gebiet der biologischen Kriegsführung, die um keinen Preis bekannt werden durften.
Kurzbiografien der Regisseure:

Egmont R. Koch, Jahrgang 1950, Studium der Biochemie in Hannover, wurde 1978 mit dem Öko-Bestseller “Seveso ist überall” (mit Fritz Vahrenholt) bekannt. Seither produziert er vielfach mit Preisen ausgezeichnete investigative Fernsehdokumentationen für ARD und ZDF. Außerdem hat er mit Büchern für Aufsehen gesorgt, darunter 1990 “Böses Blut” mit Enthüllungen über HIV-verseuchte Blutkonserven.

Michael Wech, Diplom-Politologe, Jahrgang 1969, Studium der Politischen Wissenschaften in Hamburg, London und Ankara, ist Autor von Fernsehdokumentationen für 3Sat, ARTE, ZDF und ARD. Er arbeitet seit mehr als zehn Jahren mit Egmont R. Koch zusammen.

Die armen Guantanamohäftlinge :(

WiFi-iPoad-Augumented-Reality-Quadricopter

“Augumented Reality” (Erweiterte Realität) ist ein immer wieder auftauchender Begriff von Zukunftstechnologie. Gemeint ist, dass man die Realitat mit Hilfe digitaler Anwendungen anzureichern versucht. Das bekannteste Beispiel sind derzeit etwa Navi-Anwendungen mit Satellitenbildern, auf denen Icons von McDonalds eingeblendet sind. Weniger kommerzielle Anwendungen gab es bisher kaum, was sich mit dem Parrot AR.Drone spielerisch ändern könnte.

Der AR.Drone ist ein Quadricopter, also im Prinzip ein Hubschrauber mit vier (quad) Rotoren. Bisher konnte man im Spielwarenhandel Helicopter kaufen, die nur zwei Rotoren hatten. Mit vier Rotoren wird es möglich, dass so ein Heli auch in der Luft stehen bleiben kann, zumal Parrot, nach eigener Aussage, die erste automatisierte Flugstabilisierungssoftware im Bereich Spielzeug einsetzt (dass es sowas für militärische Anwendungen gibt, sollte angesichts ferngesteuerter Spionage- und Bombendronen klar sein). Diese Flugstabilisierung wird per Lagesensor, aber vor allem durch zwei eingebaute Kameras realisiert, die ihr Kamerabild tollerweise auch per WiFi zum iPhone/iTouch/iPad senden.

Der Benutzer kann so die Cockpitperspektive einnehmen, was ähnlich aussieht wie die Spielerperspektive beim Flight Commander, allerdings kommt nun die erweiterte Realität ins Spiel: Man sieht nicht nur die Bedienelemente für seinen Heli, sondern man kann die Realität im virtuelle Spiele erweitern. Man nehme zum Beidpiel ein Stück Karton mit einigen schwarzen Punkten darauf, der zum feindlichen Mega-Bot wird:

Der AR.Drone soll irgendwann, hoffentlich passend zum Sommeranfang, 2010 zu erwerben sein. Hier der dazugehörige Werbeclip:

Tollerweise kann man so dem ungeliebten Nachbarn auch ein paar virtuelle Raketen ins reale Schlafzimmer schießen ;)

Leider hält die Batterie des AR.Drone nur 10 Minuten vor. 2007 wurde sowas schon in Deutschland entwickelt und die Batterie hält fast eine halbe Stunde (man beachte den lustigen Akzent am Anfang):

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http://ardrone.parrot.com/parrot-ar-drone
http://www.microdrones.com